Ein Wochenende in Brügge und Gent.

Von Bettina Blass. Brügge soll die romantischste Stadt in Belgien sein. Tatsächlich ist der Ortskern mit seinen schiefen, alten Häuschen ausgesprochen malerisch. Vermutlich hat der Stadt auch der Film „Brügge sehen und sterben“ einen gewissen Touristenauftrieb gegeben. Dort schließlich sind zwei Gauner an den schönsten Ecken der Stadt unterwegs – auf der Flucht vor der Polizei, vor anderen fragwürdigen Personen und vor sich selbst. Am Ende der Geschichte treffen sich zwei Hauptcharaktere auf dem Belfried, dem Glockenturm der Stadt. Er ist eines von Brügges Wahrzeichen, doch als wir gegen Mittag dort ankommen, reicht die Schlange derer, die auf die Aussichtsplattform hinauf wollen, schon über die Freitreppe bis in den Hof. Nein, entscheiden wir. Dann nicht – schließlich sind im November die Tage kurz, und es gibt noch viel zu sehen:

Vom Marktplatz gehen wir darum das kurze Stück durch die Altstadt zur Burg. Tatsächlich steht hier keine Burg mehr, aber der Platz heißt so, weil hier früher eine Burg stand. Der Platz ist mit seinem historischen Rathaus trotzdem sehr entzückend. Allerdings füllt er sich, wie die gesamte Stadt, auch schnell mit Touristen – speziell am Wochenende. Wir bewegen uns etwas aus der Menge heraus, indem wir zum Schokoladenmuseum gehen. Als Kölner ist man in diesem Fall etwas verwöhnt. Zwar ist die Geschichte der berühmten belgischen Schokolade ganz interessant. Aber das Kölner Schokoladenmuseum ist um Welten besser. Ich empfehle darum, das Eintrittsgeld besser direkt in Schokolade anzulegen.