Ein Tag auf Formentera

Wem Ibiza schon tot im Winter erscheint, der war noch nicht auf Formentera. Dort ist es, nachdem sich die kleine Passagierguppe nach der Ankunft im Hafen verlaufen hat, still. Richtig still. Autovermieter, Cafés, Restaurants – nichts ist geöffnet. Man hört lediglich den Wind als Dauerhintergrundgeräusch. Und die straff gezogenen Metallseile an den Yacht-Mästen klingen wie ein entferntes Hämmern.

Am Ende des Hafens kommt man auf den Deich. Dort dominiert das Rauschen der Wellen. Sonst ist es ruhig. Ganz ruhig. An der Küste entlang führt ein Wanderweg zu einer Meerenge. Die Landzunge, die sich etwa fünf Kilometer zieht, ist so schmal, dass man auf beiden Seiten das Wasser sieht. Es ist klar in Küstennähe, wird dann türkis  und tiefblau. Der Weg führt an einigen im Winter geschlossenen Cafés vorbei, wird schließlich felsig und endet an einer roten Flagge. Ein Künstler hat in dieser Ecke einen Steingarten angelegt: Der Tanz der Steine mit dem Meer.

Auf der anderen Seite der Landzunge führt der Weg zurück über einen Feldweg bis zum Hafen. Die insgesamt zehn Kilometer sind gut zu schaffen, wenn man vormittags auf Formentera ankommt und am späten Abend zurückfährt. Allerdings sollte man nicht unterschätzen, das große Teile der Strecke an der Küste durch den Sand führen. Dort sackt man bei jedem Schritt ein, das macht das Gehen anstrengend.

Mehr Bilder aus Formentera seht Ihr in meinem Worldly.